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Intelligente Lösungen für die Zeit nach der Kohle mit

TRACER - SMART STRATEGIES FOR THE TRANSITION IN COAL INTENSIVE REGIONS

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Fotograf:FIB e. V.

Projektleiter/in:
Herr Dr. Dirk Knoche
Bearbeiter/in:
Frau Dr. Anne Rademacher, Herr Rainer Schlepphorst
Laufzeit:
01.04.2019 - 31.03.2022
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Dieses Projekt wird im Rahmen des HORIZON 2020 Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäische Union finanziell gefördert (Zuwendungsvereinbarung Nr. 836819).



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Fotograf: Detlef Hecht


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Fotograf: Steffen Rasche

In Europa fördern noch 41 Regionen Stein-und Braunkohle. Sie decken damit rund ein Viertel des gesamten Energieverbrauches der EU-Mitgliedstaaten. Ihr Anteil an der jeweiligen nationalen Stromerzeugung schwankt zwischen 27 bis 80 Prozent. Etwa 400.000 Industriearbeitsplätze hängen davon ab, in Deutschland 80.000. Im Zuge der Energiewende strebt die Europäische Kommission eine klimaneutrale Volkswirtschaft und Entkarbonisierung bis zum Jahr 2050 an. So ist die Neustrukturierung des Energiesektors eine wahre "Herkulesaufgabe". Sie bringt viele technologische wie auch komplexe ökonomische Herausforderungen mit sich, bei allen gesellschaftlichen Unwägbarkeiten.

Das EU-geförderte TRACER Projekt (www.tracer-h2020.eu) unterstützt in den nächsten drei Jahren neun europäische Kohleregionen bei der Entwicklung spezifischer Forschungs- / Innovationsstrategien (F&I), um ihnen so den schwierigen Strukturwandel zu erleichtern. Dabei werden das vorhandene Know-how und die kreativen Potenziale in den betroffenen Regionen genutzt und zwar insbesondere für den Ausbau erneuerbarer Energien, effektiver Speichertechnologien und klimaschonenden Produktionsprozessen.

Aktivitäten

  • Entwicklung von Smart Specialisation-StrategienS (S3) auf Basis eines Entrepreneurial Discovery ProcessS (EDP) im Wettbewerb der Regionen, zwar konsistent mit regionalen Innovationskonzepten, aber eben auch: "keine Denkverbote" und ergebnisoffen
  • Mobilisierung eines breiten Spektrums von Interessengruppen und Akteuren („Change Maker“) vor Ort, Einbindung von Initiativen, Clustern und Organisationen
  • Abschätzung der sozialen, ökologischen und industrie- bzw. arbeitsmarktpolitischen Folgen bei der Umsetzung von Strukturanpassungsmaßnahmen
  • Ableitung von prioritären Maßnahmen, etwa was die Einwerbung und den gezielten Einsatz von EU-Fördermitteln aus Innovationsprogrammen betrifft
  • Vernetzung mit anderen kohleintensiven Regionen in Europa und Foren, wie der Plattform für Kohleregionen im Wandel oder der Smart Specialisation Platform on Energy (S3P-Energy)
  • Identifizierung von nachahmenswerten Best-Practice-Beispielen & Smart Stories aus der Wirtschaft - "Über Grenzen hinweg voneinander lernen!"

Modellregionen

Die Projektaktivitäten fokussieren auf neun europäische Modellregionen (NUTS-2) mit einer jeweils langen Geschichte im Kohlebergbau und bei der Stromerzeugung:

  • Lausitz, Brandenburg (DE40) und Dresden (DED2), Deutschland
  • Südostregion (BG34), Bulgarien
  • Nordwestböhmen (CZ04), Tschechische Republik
  • Westmakedonien (EL53), Griechenland
  • Oberschlesien (PL22), Polen
  • Region West / Jiu-Tal (RO42), Rumänien
  • Wales (UKL1, UKL2), Vereinigtes Königreich
  • Kolubara Region, Serbien
  • Donezkbecken / Donbas, Ukraine

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