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Feldtag am 11.06.2015

Feldtag am 11.06.2015

Im Rahmen des „LaTerra“-Projektes wurde am 11.06.15 ein fünfter Feldtag durchgeführt. VertreterInnen aus den Bereichen Landwirtschaft, Forschung, Behörden und Unternehmen nahmen teil.

Zum fünften Feldtag des Regionalprojektes 2 im LaTerra-Forschungsverbund hatte das FIB auf eine der LaTerra Feldversuchsflächen in den Tagebau Welzow eingeladen. Die Veranstaltung begann im Vortragssaal in den Tagesanlagen der Vattenfall Europe Mining AG und wurde von Herrn Dr. Haubold-Rosar (Direktor FIB) moderiert. Vortragende der Arbeitsgruppen MLU Halle-Wittenberg (Herr Prof. Glaser), ATB (Herr Dr. Lanza) und FIB (Herr Dr. Haubold-Rosar, Frau Dr. Weiß) stellten Ergebnisse aus ihren Feld- Gefäß- und Lysimeterversuchen zum Einsatz von Biokohlen und Biokohle-Substraten vor.

Bodenprofil Welzow: Kalk führender Kipp-Lehmsand oj-(c)ls
Bodenprofil Welzow:
Kalk führender Kipp-Lehmsand oj-(c)ls

Anschließend besichtigten die Teilnehmenden die im Frühjahr 2011 auf einem frisch verkippten Bodensubstrat angelegte Versuchsfläche in Welzow (Blockanlage mit vier Wiederholungen). Anhand eines Bodenprofiles erläuterte Frau Dr. Weiß die Eigenschaften des jungen Kippenbodens (Kalk führender Kipp-Lehmsand). Die Veränderungen der bodenchemischen Eigenschaften im Oberboden durch den Einsatz von Biokohle-Substraten in verschiedenen Mengen im Vergleich zu Mineraldünger-, Kompost- und Gärrückstand- Gaben wurden an einer Tastgrube vorgestellt und diskutiert.

Im Anschluss an eine Darstellung der Erträge der vorangegangenen Kulturen Mais (2011), Winterroggen (2011-2012), Hirse (2013) und Winterweizen (2013-2014) konnten die einzelnen Rapsbestände der 8 Behandlungs-varianten in Augenschein genommen werden. Die abschließende Diskussion galt dem Einfluss der Biokohle-Substrate auf das Pflanzenwachstum im Vergleich zu den übrigen Düngevarianten.

Demnach ließen sich die organischen Kohlenstoff- und die Stickstoffgehalte des Standortes durch die eingesetzten organischen Bodenverbesserungsmittel

Besichtigung der Rapsbestände
Besichtigung der Rapsbestände
deutlich anheben. Auch eine Verbesserung der Kalium- und Phosphorversorgung sowie der nutzbaren Feldkapazität ist nachweisbar. Im Gegensatz zum ersten Untersuchungsjahr (Mais) waren im vierten Untersuchungsjahr (Winterweizen) die Korn- und Stroherträge aller Varianten höher im Vergleich zur Mineraldüngervariante.
Zu erwarten ist, dass sich die organische Düngung weiterhin positiv auf die chemische, mikrobiologische und physikalische Bodenentwicklung auswirkt. Dies sollte auch einen Einfluss auf das Pflanzenwachstum haben. Inwieweit sich die im Boden nachgewiesenen Effekte im 5. Untersuchungsjahr auf die Winterrapserträge auswirken, wird die Ernte im Juli zeigen.


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