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Feldtag am 23.07.2013

Im Rahmen des „LaTerra“-Projektes wurde am 23.07.13 ein dritter Feldtag durchgeführt. Ca. 40 VertreterInnen aus den Bereichen Landwirtschaft, Forschung, Behörden und Unternehmen nahmen teil.

Zum dritten Feldtag des Regionalprojektes 2 im LaTerra-Forschungsverbund hatte das FIB auf eine der LaTerra Feldversuchsflächen in den Tagebau Welzow eingeladen. Die Veranstaltung begann im Vortragssaal in den Tagesanlagen der Vattenfall Europe Mining AG und wurde von Herrn Dr. Haubold-Rosar (Direktor FIB) moderiert. Vortragende der Arbeitsgruppen FU Berlin (Herr Worzyk), MLU Halle-Wittenberg (Herr Prof. Glaser), HU Berlin (Frau Reibe), ATB (Frau Dicke) und FIB (Frau Dr. Weiß, Frau Rademacher) stellten Ergebnisse aus ihren Feld- und Gefäßversuchen zum Einsatz von Biokohlen und Biokohle-Substraten vor.

Bodenprofil Welzow Kalk führender Kipp-Lehmsand oj-(c)ls
Anschließend besichtigten die Teilnehmenden die im Frühjahr 2011 auf einem frisch verkippten Bodensubstrat angelegte Versuchsfläche in Welzow (Blockanlage mit vier Wiederholungen). Anhand eines Bodenprofiles erläuterte Frau Dr. Weiß die Eigenschaften des jungen Kippenbodens (Kalk führender Kipp-Lehmsand). Die Veränderungen der bodenchemischen Eigenschaften im Oberboden durch den Einsatz von Biokohle-Substraten in verschiedenen Mengen im Vergleich zu Mineraldünger-, Kompost- und Gärrückstand- Gaben wurden vorgestellt und diskutiert.

Im Anschluss an eine Darstellung der Erträge der vorangegangenen Kulturen Mais (2011) und Winterroggen (2011-2012) sowie der klimatischen Bedingungen für die im Mai 2013 gedrillte Hirse konnte der aktuell unter Trockenstress leidende Hirsebestand in Augenschein genommen werden. Die abschließende Diskussion galt dem Einfluss der Biokohle-Substrate auf das Pflanzenwachtum im Vergleich zu den übrigen Düngevarianten.


Hirsebestand am 13.07.2013
Demnach ließen sich die organischen Kohlenstoff- und die Stickstoffgehalte des Standortes durch die eingesetzten organischen Bodenverbesserungsmittel deutlich anheben. Auch eine Verbesserung der Kalium- und Phosphorversorgung sowie der nutzbaren Feldkapazität ist nachweisbar.

Zu erwarten ist, dass sich die organische Düngung im Laufe der nächsten Jahre bzw. Folgekulturen weiterhin positiv auf die Bodenentwicklung auswirkt. Dies sollte auch einen Einfluss auf das Pflanzenwachstum haben. Inwieweit sich die im Boden nachgewiesenen Effekte auch auf eine Erhöhung des Ertrages der Hirse auswirken, wird die Ernte im September 2013 zeigen.


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