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Jubiläumsjahr 2012

Herr Dr. Haubold Rosar

Mit einer Festveranstaltung im Logenhaus der Stadt Finsterwalde begann das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V. (FIB) in Finsterwalde am 13. Juni seine dreitägigen Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum. Als Direktor des Instituts begrüßte Herr Dr. Haubold-Rosar die zahlreichen Gäste, zu denen neben vielen Partnern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft auch die Parlamentarische Staatssekretärin beim Umweltminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Katarina Reiche sowie der Minister für Infrastruktur und Raumordnung Brandenburgs Jörg Vogelsänger gehörten. Eine wissenschaftliche Fachtagung zu den Forschungsfeldern des Instituts mit Gastvorträgen von Kooperationspartnern und eigenen aktuellen Präsentationen stand am zweiten Tag auf dem Programm. Am 15. Juni wurden der interessierten Öffentlichkeit Einblicke in die konkrete Arbeit zu ausgewählten Themenschwerpunkten am Standort Finsterwalde geboten.


Pressemitteilung des Ministers für Infrastruktur und Raumordnung Herr Jörg Vogelsänger

Mit einer Festveranstaltung im Beisein von Brandenburgs Raumordnungsminister Jörg Vogelsänger beging das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V. (FIB) in Finsterwalde am 13. Juni sein 20-jähriges Jubiläum.

Herr Dr. Haubold Rosar

„Die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen und anwenderorientierter Lösungen für die Bergbaufolgelandschaften machen das FIB zu einem wichtigen Partner in der Braunkohlesanierung“, stellt Vogelsänger in seinem Grußwort heraus: „Mit seiner erfolgreichen Arbeit und seiner wissenschaftlichen Kompetenz macht das FIB den Namen der Stadt Finsterwalde weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Der Erhalt des traditionsreichen Forschungsstandorts Finsterwalde und der Aufbau des Forschungsinstituts für Bergbaufolgelandschaften in den Wendejahren forderte von allen Beteiligten große Anstrengungen, oft auch Entbehrungen mit einem hohen Zeitaufwand.“

Das FIB wurde nach erfolgter Evaluierung durch den Wissenschaftsrat 1991 als Institut der außeruniversitären Agrarforschung (Mehrländerinstitut) unter seinem ersten Direktor Prof. Dr. Joachim Katzur in Nachfolge bestehender DDR-Einrichtungen gegründet. Als Abteilung Bergbaufolgelandschaften des Instituts Landschaftsforschung und Naturschutz Halle war der Standort Finsterwalde ein wesentlicher Bestandteil der außeruniversitären Agrarforschung im Bereich der ehemaligen Akademie der Landschaftswissenschaften der DDR. Das Institut wird heute durch das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und mit einem kleineren Betrag durch das sächsische Agrar- und Umweltministerium gefördert.

Zu den Forschungsergebnissen gehören neben wissenschaftlichen Grundlagen und Konzepten, mit deren Hilfe Rohböden zu ertragssicheren, vielfältig nutzbaren Pflanzenstandorten entwickelt werden können, außerdem Fragen zum Aufbau und der Entwicklung von Waldökosysteme auf Kippen und Halden.

Etliches gilt es noch zu untersuchen, wie das Thema Grundwasserneubildung und Grundwasserqualität. Ein besonderes Problem bildet die Oxidation der in Bergbauhalden und –kippen enthaltenen Eisensulfide, die zu einer starken Versauerung und hohen Salzkonzentration auch der betroffenen Oberflächengewässer führt.

Weg frei für weitere fünf Jahre bergbauliche Sanierung in der Lausitz

Das Kabinett hat am 5. Juni dem Bund-Länder-Entwurf für ein Verwaltungsabkommen Braunkohlesanierung für die Jahre 2013 – 2017 (VA V) zugestimmt.

Für die ostdeutschen Braunkohlereviere sollen von 2013 bis 2017 rund 1,3 Milliarden Euro eingesetzt werden. 590 Millionen davon werden in die Brandenburger Bergbausanierung fließen. Von diesen 590 Millionen wird das Land 220 Millionen selbst tragen.

Darin sind 50 Millionen insbesondere für die touristische Entwicklung des entstehenden Lausitzer Seenlands enthalten.

Vogelsänger: „Eine gute Botschaft für die Lausitz und eine solide Grundlage für die nach wie vor dringend notwendigen Sanierungsarbeiten. Ein wichtiges Signal für die weitere Entwicklung der Lausitz und ein Beitrag für Wirtschaft und Beschäftigung in der Region.“

Priorität in den nächsten Jahren hat die Sicherheit der Bergbauflächen auf höchstmöglichem Niveau und eine möglichst hohe Reduzierung der Auswirkungen und Belastungen für die Menschen in der Lausitz, insbesondere in Zusammenhang mit dem bergbaubedingten Grundwasserwiederanstieg.


Pressestelle des Landkreises

Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften 20 Jahre im Landkreis Elbe-Elster präsent FIB wichtiger Partner bei der Braunkohlesanierung in der Lausitz

Mit einer Festveranstaltung hat das Finsterwalder Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften (FIB e.V.) am 13. Juni sein 20-jähriges Bestehen im Logenhaus Finsterwalde gefeiert. Im Beisein der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Katherina Reiche, und Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft, Jörg Vogelsänger, ging es um Rückblicke und Perspektiven der Forschung für die Bergbaufolgelandschaft.

Die rund 20 Forscher der Mehrländereinrichtung erarbeiten wissenschaftliche Grundlagen und anwendungsbezogene Lösungen für die Bergbaufolgelandschaften. Ziel ist die Nutzbarmachung der geschädigten Kulturlandschaften in der Lausitz und im Raum Halle-Leipzig. Während einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Festveranstaltung im Logenhaus machte Landrat Christian Jaschinski deutlich, welche Bedeutung das einzige Forschungsinstitut im Landkreis Elbe-Elster hat: "Braunkohlesanierung ohne das FIB als Partner ist quasi nicht denkbar. Die wissenschaftliche Einrichtung hat sich in den 20 Jahren ihres Bestehens mit ihrer erfolgreichen Arbeit und ihrer wissenschaftlichen Kompetenz einen guten Ruf weit über die Grenzen der Region hinaus erarbeitet. Das ist ein Pfund, auf das wir auch bei den künftigen Herausforderungen bei der Braunkohlesanierung setzen."

Gäste

Das FIB wurde nach erfolgter Evaluierung durch den Wissenschaftsrat 1991 als Institut der außeruniversitären Agrarforschung (Mehrländerinstitut) in Nachfolge bestehender DDR-Einrichtungen gegründet. Das Institut wird heute durch das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und mit einem kleineren Betrag durch das sächsische Agrar- und Umweltministerium gefördert.
Zu den Arbeitsgebieten gehören die landwirtschaftliche und forstliche Rekultivierung der Kippenflächen, die Wiederherstellung und Verbesserung der Böden, die Gewässersanierung, die Untersuchung der Ökosystementwicklung, die Renaturierung, Planung und Gestaltung der durch den Braunkohlebergbau geschädigten Flächen. Aktuell auf der Tagesordnung steht das Thema Grundwasserneubildung und Grundwasserqualität. Ein besonderes Problem bildet die Oxidation der in Bergbauhalden und -kippen enthaltenen Eisensulfide, die zu einer starken Versauerung und hohen Salzkonzentration der Oberflächengewässer führt.

Fotos Pressestelle Kreisverwaltung: 1) Landrat Christian Jaschinski stellte die Bedeutung des FIB als Partner für die Braunkohlesanierung in der Region heraus. 2) Das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften hatte Partner und Vereinsmitglieder zu einer Festveranstaltung ins Logenhaus in Finsterwalde eingeladen.


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