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Gewässersanierung

Im Mittelpunkt stehen Gewässer, die durch den Rohstoffabbau und seine Langzeitfolgen beeinflusst oder neu hergestellt werden - also landschaftsprägende Tagebauseen, Fließgewässer und das Grundwasser. Sanierungsziele sind ein mengenmäßig ausgeglichener Landschaftswasserhaushalt sowie die gute Wasserqualität.

Gerade in den Braunkohlenrevieren mit ihren oft stark sauren Abraumkippen spielt die Einhaltung verbindlicher Gütekriterien eine Schlüsselrolle. Schon im Grundwasserleiter lassen sich vorhandene Bakterien aktivieren, um das transportierte Eisensulfat auszufällen und die Oberflächengewässer zu schützen.

Neben geeigneten Prognosemodellen bedarf es insbesondere Technologien zur gezielten Steuerung hydrogeochemischer Prozesse in der Belüftungszone und den Kippen-Grundwasserleitern. Es besteht die Chance, den nachhaltigen Erfolg der mit immensem Aufwand betriebenen Sanierungsmaßnahmen von Beginn an zu stützen.

In diesem Zusammenhang prüft das FIB e.V. die technologische Beeinflussung mikrobiell katalysierter Selbstreinigungsprozesse der Sulfatreduktion im Grundwasserstrom. Ein viel versprechender Ansatz ist die Infiltration von Nährlösungen und Kalkmilch in den unbelüfteten Untergrund. Im Rahmen des Pilotvorhabens "Biochemische Sulfatreduktion am Skadodamm" erfolgt die Entwicklung der patentierten Verfahren hin zur großtechnischen Reife.

Daneben wird der Frage nach gegangen, in wie weit bereits im Vorfeld durch Maßnahmen der selektiven Substratverkippung und Landnutzung eine Eindämmung der versauernd wirkenden Pyritverwitterung und Auswaschung Grundwasser gefährdender Verwitterungsprodukte aus Kippenkomplexen erreicht werden kann. Ein weiteres Forschungsfeld bildet die komplexe Gestaltung und nachhaltige Entwicklung wasserwirtschaftlich und ökologisch intakter Fließgewässer in Bergbaufolgelandschaften und deren Umland.




FIB-Poster Gewässerökologie und -sanierung


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