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Chancen und Risiken des Einsatzes von Biokohle und anderer „veränderter“ Biomasse als Bodenhilfsstoffe oder für die C-Sequestrierung in Böden



Projektleiter:
Dr. Michael Haubold-Rosar
Bearbeiter:
Dr. Thomas Heinkele, Dipl. -Ing. agr. Anne Rademacher
Laufzeit:
29.08.2012 bis 31.05.2013
Projektträger:
Umweltbundesamt (UBA)
Partner:
Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V (ATB) Förderverein Humus e.V.

Der Einsatz von Biokohle und verwandten Produkten und Produktmischungen wird in den letzten Jahren vermehrt wissenschaftlich untersucht. Es gibt verschiedene Verfahren zur Herstellung von Biokohlen („biochar“). Sie werden nach ihrer Herstellung zum einen durch Pyrolyse („pyrochar“) und zum anderen durch hydrothermale Karbonisierung („hydrochar“) unterschieden. Der Einsatz der Biokohlen führt zu einer C-Sequestrierung im Boden. Auch wird eine mindernde Wirkung auf den Austrag klimaschädlicher Gase (N2O) angenommen. Der erhöhte Anteil stabiler Kohlenstoffverbindungen in der Biokohle wird als wesentliche Ursache für die Verbesserung des Humus-, Nährstoff- und Wasserhaushalts der Böden gesehen. Durch die Nutzung von Biomasse, insbesondere bisher ungenutzter Biomasse, zur Herstellung der Biokohle würden auf regionaler Ebene Stoffkreisläufe geschlossen. Es gibt daher Bestrebungen Biokohle und deren Mischungen als Bodenhilfsstoff in der Landwirtschaft einzusetzen.

Ziel des Projektes ist eine Zusammenstellung verfügbarer Ergebnisse von abgeschlossenen und laufenden Forschungsvorhaben und Projekten zur Herstellung und Verwendung von Biokohle und verwandten Produkten bzw. Produktmischungen in Form einer Literaturstudie und Bewertung. Anhand des bisherigen Kenntnisstandes zu den Chancen und Risiken des Einsatzes von Biokohle sollen wirtschaftliche Erfolgsaussichten bewertet werden. Wesentlicher Teil der Analyse ist die Auflistung von Defiziten sowohl in den Ergebnissen als auch in den Forschungsansätzen.


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