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Applikations- und Holzernteversuche zur biologischen Bekämpfung des Kiefern-Wurzelschwamms auf Kippenstandorten des Lausitzer Braunkohlenbergbaue einschließlich einer betriebswirtschaftlichen Bewertung zur weiteren Verfahrensoptimierung

Projektleiter:
Herr Dr. Dirk Knoche
Bearbeiter:
Herr Assessor des Forstdienstes Christoph Ertle
Laufzeit:
15.11.2011 - 14.11.2013
Projektträger:
Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB)

Hintergrund und Zielstellung

Durchforstungsmaßnahmen in Kiefernwäldern auf Kippenstandorten lässt die Befallsgefahr durch Wurzelschwamm besonders für Wertholzanwärter steigen, werden doch durch ihre Freistellung Eintrittspforten für den Erreger geschaffen. Zum Schutz dieser Z-Bäume sind Abwehrmaßnahmen gegen einen Primärbefall durch eine phytosanitäre Stubbenbehandlung mit Pilzpräparaten besonders wichtig. Die nachhaltige Wirksamkeit derartiger Maßnahmen ist nur anhand von Langfristbeobachtungen nachweisbar. Deshalb erfolgt die wissenschaftliche Begleitung der Applikation pilzantagonistischer Biopräparate bei der vollmechanisierten Holzernte.
Die Analyse der gesamten Applikationstechnologie (Abbildung) soll zu einer Optimierung des Technikeinsatzes, insbesondere des Pilzmittelverbrauchs, und Kostenumfanges kommen. Die Wirkung der Applikation muss dabei gewährleitet bleiben. Schließlich sollen praktische Hinweise für die forstliche Umsetzung der Applikationtechnologie in allen Waldeigentumsarten gegeben werden.


Abbildung: Applikationseinrichtung am Harvester mit links: Gesamtsystem, Mitte, rechts: Behälterschrank und Kanister und eingefärbter Pilzlösung:, (Fotos: Ertle 2008)

Für eine prophylaktische Stubbenapplikation wird Biomalz Pg. Bar 1 empfohlen. Dieses Präparat aus autochthonen Pilzstämmen kommt aus Brandenburg und ist an die ökologischen Verhältnisse des Nordostdeutschen Tieflandes adaptiert. Im Landeswald ist eine generelle Anwendung der Pilzapplikation bei Lufttemperaturen über 0 °C vorgeschrieben.


Ansprechpartner

Sollte dieses Forschungsvorhaben Ihr Interesse wecken, wenden Sie sich bitte an:

Dr. Michael Haubold-Rosar oder Christoph Ertle
Tel.: 03531/7907-12 oder -18

Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V. (FIB)
Brauhausweg 2
03238 Finsterwalde

Tel.: 03531/7907-11
E-Mail: fib@fib-ev.de
Webseite: www.fib-ev.de
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